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11.04.2017 09:25 Alter: 128 Tage

Weniger Ausbildungsverträge im Norden

Die Zahl der Ausbildungsverträge in Schleswig-Holstein ist gesunken. Das zeigt der neue Berufsbildungsbericht 2017 der Bundesregierung. Gleichzeitig bewegt sich die Zahl der unbesetzten Lehrstellen auf Rekordniveau.


Kiel/Berlin. Das Bundeskabinett hat am Mittwoch den Berufsbildungsbericht 2017 mit Daten zum deutschen Lehrstellenmarkt verabschiedet. Die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge lag danach 2016 bei rund 520.300, die Zahl der betrieblichen Ausbildungsverträge blieb mit 502.800 nahezu stabil.

"Ein differenziertes Bild zeigt sich auch auf Länderebene", heißt es in dem Bericht. Rückgänge gibt es zum Beispiel in Schleswig-Holstein. Hier ist die Zahl auf 19.973 gefallen, ein Rückgang von 1,1 Prozent. In Hamburg fiel die Zahl um 1,4 Prozent (13.319). In Bayern stieg sie dagegen um 1,3 Prozent an, in Bremen gar um 2,8 Prozent.

Viele freie Lehrstellen in Deutschland

Die meisten Ausbildungsverträge gibt es in Industrie und Handel: 52,2 Prozent sind es in Schleswig-Holstein. Allerdings ist die Quote hier so niedrig wie in keinem anderen Bundesland, der bundesweite Durchschnitt liegt bei 58,5 Prozent. Dafür werden im Norden prozentual die meisten Verträge im Handwerk angeboten (31,5 Prozent, Bundesschnitt bei 27,2 Prozent).

Schleswig-Holstein gehört zu den fünf Bundesländern, in denen noch Ausbildungen in der Seeschiffahrt angeboten werden. 16 Verträge gab es in dieser Branche im vergangenen Jahr. Die Zahl freier Lehrstellen befindet sich bundesweit auf Rekordniveau. „Zum Stichtag 30. September waren noch rund 43.500 Berufsausbildungsstellen unbesetzt. Das sind 1900 (plus 4,5 Prozent) mehr als im Vorjahr“, heißt es in dem Bericht.

Aus den Kieler Nachrichten vom 05.04.2017


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