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Bauplan für ein Gebäude
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Karriere als Bautechniker: Jetzt den Einstieg wagen und von “grünen Arbeitsplätzen” profitieren

Ein Umschwung in der Baubranche ist von Nöten, denn die Gebäude um uns herum sowie die Infrastrukturen sind zu über 40 Prozent für die Treibhausgasemissionen verantwortlich. Es müssen neue nachhaltige Bauweisen und Designformen entwickelt werden, um die Städte lebenswerter für uns und unsere zukünftigen Generationen zu machen. Für dieses Ziel gibt es das Projekt “Neues Europäisches Bauhaus”, welches im September 2020 von der Europäischen Kommission ins Leben gerufen wurde. Digitale Technologien sollen die Ressourceneffizienz erhöhen, um langfristig einen klimaneutralen Städtebau gewährleisten zu können.

Die Berufsaussichten für Staatlich geprüfte Bautechniker und Bautechnikerinnen sind daher besser als je zuvor: Für Fach- und Führungskräfte aus Bereichen wie der Bau- und Architekturbranche werden bis zum Jahr 2030 rund 160.000 “grüne Arbeitsplätze” geschaffen, da das Vorhaben auch auf den schon vorhandenen Gebäudebestand anzuwenden ist.

Umgangssprachlich oft als Techniker bzw. Bautechniker betitelt können Sie einen wichtigen Beitrag zu einer energieeffizienten und klimaneutralen Renovierung leisten. Die Aussicht auf vielfältige und innovative Tätigkeitsbereiche ist groß und wird noch größer: Sie sind durch die Aufstiegsfortbildung zum Staatlich geprüften Techniker und zur Technikerin in der Fachrichtung Bautechnik bei Arbeitgebern sehr gefragt und haben auf diesem Wege die Chance ein Teil der stetigen Entwicklung zu werden. Die Fortbildung und Ihre damit einhergehende Qualifikation ermöglichen den Sprung in die Führungsebene und treiben Ihren persönlichen beruflichen Aufstieg voran.

Inhaltsverzeichnis
  1. Was kann man als Staatlich geprüfte Bautechnikerin?
  2. Berufsbegleitend oder Vollzeit - was ist für mich das Richtige?
  3. Die Vor- und Nachteile im Überblick
  4. Ihr beruflicher Aufstieg zum Bachelor Professional in Technik
  5. Wer für die Fortbildung geeignet ist

Was kann man als Staatlich geprüfte Bautechnikerin?

Staatlich geprüfte Techniker und Technikerinnen in der Fachrichtung Bautechnik werden für sämtliche Bereiche des Baugewerbes ausgebildet. Sie können bei Ihrer Fortbildung zwischen Schwerpunkten wie zum Beispiel dem Ausbau oder dem Betonbau wählen. Mit dem Abschluss an unseren Technikerschulen sind Sie Spezialist im Schwerpunkt Hochbau, es werden Ihnen zusätzlich auch Kenntnisse im Tiefbau vermittelt. Dieser Lernbereich gliedert sich in die Themenbereiche Grundbau, Wasserentsorgung, Straßenbau, Wasserbau und Landschaftsbau. Sie sind nach dem Abschluss dazu befähigt, in den verschiedensten Branchen Fuß zu fassen: In Ingenieurbüros für bautechnische Gesamtplanung, in Unternehmen des Tiefbaugewerbes oder in der öffentlichen Verwaltung.

Sie werden nach der Aufstiegsfortbildung bei der Planung und Durchführung von Baumaßnahmen mitwirken und Aufgaben in der Bauleitung und der Bauabrechnung wahrnehmen, wie z. B.:

  • Bauanträge schreiben
  • Bauleistungen vorbereiten, ausführen und abrechnen
  • Ausschreibungen und Kalkulationen erstellen
  • Bautechnische Aufgaben lösen
  • Bauobjekte zur erfolgreichen Fertigstellung führen

Dabei übernehmen Sie als mittlere Führungskraft Aufgaben in der Bauleitung und koordinieren Menschen unterschiedlichster Berufsgruppen. Ihre beruflichen Einsatzmöglichkeiten sind spannend und vielfältig: Sie reichen von Führungspositionen in der Architektur- und Bauingenieurbranche, in Bauunternehmen, Baugesellschaften und Behörden bis hin zu Tätigkeiten in der Forschung und Entwicklung. Sie haben mit dem Abschluss die Möglichkeit, einen interessanten Arbeitsbereich zu finden, der genau zu Ihnen und Ihren beruflichen Vorstellungen passt.

Berufsbegleitend oder Vollzeit - was ist für mich das Richtige?

Die Aufstiegsfortbildung zum Bautechniker und zur Bautechnikerin können Sie in Vollzeit sowie in Teilzeit absolvieren. Bei einer ungefähren Kapazität von 32 Wochenstunden dauert die Fortbildung in Vollzeit nur 2 Jahre. An staatlich anerkannten Fachschulen sind eine einmalige Einschreibe- und Prüfungsgebühr sowie das Schulgeld pro Semester zu erbringen. Für diese Kosten sowie zusätzliche Aufwendungen für Lehr- und Lernmittel oder einen Computer können Sie im Rahmen der KfW Förderung das Aufstiegs-BAfög für Berufstätige beantragen. Auf diesem Wege wird Ihre Fortbildung finanziell unterstützt und dem beruflichen Aufstieg steht nichts mehr im Wege.

Entscheiden Sie sich für die berufsbegleitende Variante, dauert diese 4 Jahre. Manche Betriebe bieten an, Ihre Fortbildung zum Teil zu finanzieren. Der Grund dafür: Auch für das Unternehmen ist Ihre Aufstiegsfortbildung attraktiv, um von dem neuesten Wissen qualifizierter Fachkräfte profitieren zu können. Die weiteren Kosten für die berufsbegleitende Fortbildung sind deckungsgleich mit den Aufwendungen für die Vollzeit Variante und auch hier können Sie auf die KfW Förderung zurückzugreifen.

Techniker werden bei der TAN

An unseren Techniker Fachschulen wird die Ausbildung zum Staatlich geprüften Techniker in der Fachrichtung Bautechnik an unserem Standort in Kiel angeboten.

Die Vor- und Nachteile im Überblick

Vollzeit

+ Kurze Dauer

+ keine Doppelbelastung in Form von Berufstätigkeit und Fortbildung

- Kein berufliches Einkommen

 

Berufsbegleitend

+ Weiterführung der Berufstätigkeit

+ Festes berufliches Einkommen

- Doppelbelastung

 

Ihr beruflicher Aufstieg zum Bachelor Professional in Technik

Der Abschluss des Staatlich geprüften Technikers befindet sich auf demselben Qualifikationsniveau wie Meister oder Bachelor. Sie tragen den Berufstitel Bachelor Professional in Technik – dieser eröffnet Ihnen viele Karrieremöglichkeiten! Der 2020 neu eingeführte Titel betont die Gleichwertigkeit Ihres beruflichen Abschlusses zu einer akademischen Ausbildung.

Besonders in Hamburg, Berlin und München gibt es zahlreiche offene Stellen für Techniker und Technikerinnen der verschiedenen Fachrichtungen. Durch die umfangreiche Qualifizierung und die meist schon vorhandene berufliche Erfahrung haben Sie die Möglichkeit, auf mittlerer Führungsebene eingestellt zu werden. Daran dürfen sich natürlich auch Ihre Gehaltsvorstellungen orientieren: Staatlich geprüfte Techniker und Technikerinnen verdienen im Durchschnitt 45.500 Euro im Jahr. Das Gehalt ist ebenfalls von der Größe des Betriebes, Ihrer Berufserfahrung sowie Gehaltstarifen abhängig.

Auch ein anschließendes Hochschulstudium ganz ohne (Fach)Abitur ist möglich oder Sie wählen den Weg der Fortbildung zum Geprüften (Technischen) Betriebswirt. Innerhalb der Branche nutzen viele die Qualifikation und das damit einhergehende erlernte Wissen, um sich selbstständig zu machen. Dabei können Sie als selbständiger Unternehmer und Unternehmerin oder freiberuflich arbeitende Person alle Aufgaben wahrnehmen, die sich aus den laufenden Geschäftsprozessen ergeben.

Technik und Programmierung
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Staatlich geprüfter Techniker - Fachrichtung Bautechnik

Wer für die Fortbildung geeignet ist

Um eine Aufstiegsfortbildung an einer unserer Fachschulen für Technik zu beginnen, wird in der Regel ein Realschul- oder mittlerer Schulabschluss und eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem einschlägigen gewerblich-technischen Ausbildungsberuf vorausgesetzt. Zusätzlich benötigt man eine für die Zielsetzung der angestrebten Fachrichtung entsprechende Berufstätigkeit von mindestens einem Jahr (diese kann in der berufsbegleitenden Variante auch parallel erfolgen). Eine andere Möglichkeit ist der Quereinstieg in die Branche: Für die Fortbildung ist in Schleswig-Holstein auch eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem nicht technischen Beruf mit Berufserfahrung in einem technischen Beruf von mindestens 5 Jahren ausreichend. Je nach Bundesland können die Voraussetzungen allerdings abweichen. Die Technische Akademie Nord berät Sie gerne über Ihre individuellen Möglichkeiten. Sie können dafür mit uns einen Beratungstermin vereinbaren.

Sind sie noch unsicher, ob die Fortbildung zum Staatlich geprüften Bautechniker zu Ihnen passt? Folgende Kompetenzen sind für Ihren beruflichen Aufstieg von Vorteil:

  • Ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen
  • Kenntnisse der Bauphysik
  • Fertigkeiten in der Erstellung von Bauzeichnungen und Konstruktionsdetails
  • Knowhow zu Gewinnung, Beschaffenheit und Eigenschaften von Baustoffen
  • Interesse an Funktion und Beanspruchungsgrenzen von Konstruktionsteilen und deren zweckmäßiger Verwendung

Besonders für die berufsbegleitende Variante ist es gut, belastbar und diszipliniert zu sein. Organisationsgeschick und eine hohe Einsatzbereitschaft werden Ihnen dabei helfen, den beruflichen Aufstieg erfolgreich abzuschließen.

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