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Lean Management – Prozessoptimierung mit Köpfchen

Die sogenannte „schlanke Führung“ ist eine Prozessmethode zur Optimierung von Arbeitsabläufen mit dem Ziel Wertschöpfungsprozesse effizienter zu gestalten. Der Begriff steht dafür, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Kurz gesagt: Es geht um die Steigerung der Produktivität und die Vermeidung von Verschwendung. Wie Sie das auf sich und Ihr Unternehmen anwenden können, welche Methoden es gibt und warum Lean Management branchenübergreifend funktioniert, erfahren Sie nachfolgend.

Lean Management ist für alle Branchen relevantLean Management ist für alle Branchen relevantLean Management ist für alle Branchen relevantLean Management ist für alle Branchen relevant

Ursprünglich stammt das Lean Management aus der japanischen Automobilindustrie und besitzt dort eher den Fokus auf die Effizienzsteigerung in Sachen Produktion:

  • Wertschöpfungsfokus
  • Den Mitarbeitenden wird mehr Verantwortung übertragen
  • Verschwendung soll vermieden werden
  • Optimierung interner und externer Kommunikation
  • Konzentration auf das Wesentliche
  • Der Kunde steht im Zentrum

Heute gehört Lean Production zum Gesamtkonzept des Lean Managements. Neben der Produktion lässt sich der ganzheitliche Ansatz auch in anderen Bereichen einsetzen: Wartung, Verwaltung, Projektmanagement, Team, Logistik und Verwaltung. Auch das Veränderungsmanagement gehört zum Gesamtbegriff Lean Management. Aufgrund dieser umfassenden Einsatzmöglichkeiten ist diese Methode also nicht nur in produzierenden Unternehmen relevant, sondern für alle Branchen und Akteurinnen und Akteuren, denen es auf eine nachhaltige sowie verträgliche Effizienz- und Wertsteigerung mithilfe ihrer Fachkräfte von Morgen ankommt.

Prinzipien und Ziele des Lean Managements

Untersuchungen zeigen, dass ein Viertel der deutschen Produktionsunternehmen Fortschritte im Bereich Lean Management gemacht hat. Konsequente und umfassende Umsetzung, basierend auf der ehrlichen Selbsteinschätzung der Studienteilnehmenden, kann mit Hilfe von sogenannten „Lean Management Experten“ besser werden. Dies zeigt sich sehr deutlich in Führungsqualitäten und wird im Kontext der Digitalisierung immer wichtiger. Für die überwiegende Mehrheit der befragten Führungskräfte (90 Prozent) bedeutet Lean Management immer noch Prozessoptimierung. Dies gilt auch für viele Unternehmen, die ihre Kultur bereits in allen Bereichen des Lean Manufacturing etabliert haben.

Im Unternehmen wird die Verbesserung der Führung zwar immer als Teil des Lean Managements betrachtet, die Umsetzung im Tagesgeschäft hinkt jedoch oft hinterher. Daher fällt es vielen Managern und Managerinnen schwer, ihre Führungsqualitäten richtig einzuschätzen. Dies ist verständlich, denn obwohl die Prozessverbesserung für alle klar sichtbar ist, ist die Effektivität der Führung dies nicht. Entsprechende Weiterbildungen sind hierfür elementar. Gute Führung hat tendenziell eher indirekte und langfristige Auswirkungen, und fällt deshalb oft hinten über. Laut Studie konzentriert sich die Gestaltung von Lean Management in vielen deutschen Unternehmen bisher nur auf die eigenen betrieblichen Prozesse, nicht jedoch auf das Führungsverhalten. Was genau sind aber die einzelnen Prozesse und Ziele von Lean an Methode der Prozessoptimierung?

5 Gründe für Lean Management

  1. Der Kunde im Zentrum: Kundenorientierung ist das A und O im Lean-Gedanken. Dabei geht es vor allem um eine Veränderung des Mindsets hin zur individualisierten Kundenbetreuung, welche sich bei der Planung der Produktionsprozesse äußert.
  1. Identifizierung des Wertstroms: Alle Schritte zur Fertigstellung des Produkts generieren einen Wertstrom, der in einzelne Komponenten zerlegt und im Lean Management analysiert wird. Letztlich sind alle Prozesse in der Wertschöpfungskette am Wertstrom ausgerichtet.
  1. Das Fluss-Prinzip: Ziel des Lean Managements ist es, sicherzustellen, dass sich der Wertstrom möglichst in einem konstanten Prozess entwickelt. Es reicht nicht aus, einzelne Produktionsschritte zu optimieren, sondern es muss eine übergeordnete Perspektive eingenommen werden. Diese sollte auch die Zusammenarbeit zwischen den Produktionsschritten beinhalten. Es ist nicht nur notwendig, Produktionsschritte nacheinander zu organisieren, sondern auch die Beziehung zwischen ihnen, ihre Abhängigkeiten und ihre Synchronisierung zu klären.
  1. Das Pull-Prinzip: Das Pull-Prinzip bezieht sich auf die Produktion nach den spezifischen Bedürfnissen der Kunden. Es ist eher nicht geplant, die maximale Auslastung der Produktionskapazitäten zu erreichen, sondern Überproduktion zu vermeiden und effektiv auf Anfrage zu produzieren.
  1. Zyklische Optimierung: Einer der Leitsätze des Lean Managements ist die kontinuierliche Verbesserung. Den Idealzustand wird es nie geben, sondern das Ziel ist es, weiter zu optimieren und nach Exzellenz zu streben.

Was ist der Hintergrund dieser Prinzipien?

Hinter diesen Prinzipien steht stets die Kaizen-Philosophie. Übersetzt heißt es so viel wie „Veränderung zum Besseren“. Im Fokus stehen zum Beispiel Mitarbeitende: wie können sie mit Hilfe verschiedener Werkzeuge und Lean Management Tools in einem bestimmten Zyklus die Prozesse und Abläufe des Unternehmens verbessern. Kleine Schritte bieten stetige Verbesserungen, wobei dieser Prozess jedoch nie als abgeschlossen gilt. Ausschlaggebend für den Erfolg ist in all diesen Prozessen eine gute Führung auf vertrauensvoller Basis.

Eine Steigerung der Effizienz und passgenaues Management sind für Sie relevant? Sie möchten mehr zu den Methoden, Werkzeugen und Teamarbeit lernen? Melden Sie sich gerne bei uns!

Ihre Ansprechpartnerin: Inke Reschauer
Telefon: 040-6378 4350
Mail: seminare@t-a-nord.de

Interessant? Erzählen Sie es weiter!

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