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Junge Frau mit VR-Brille
  • Digitalisierung & Arbeit 4.0

Virtual Reality und 3D-Druck im Unternehmen

Die Digitalisierung der Arbeitswelt bedeutet eine enge Verzahnung der Arbeitsprozesse zwischen Mensch und Maschine. Begründet in der Sache selbst finden vermehrt moderne Technologien Einzug in die Unternehmen. Je größer das Unternehmen ist, desto stärker finden die digitalen Technologien Einzug. Doch auch für die meisten kleinen und mittelständischen Unternehmen ergeben sich viele Chancen in Sachen Virtual Reality und 3D-Druck. Warum das so ist, lesen Sie nachfolgend.

Was sind Virtual Reality und 3D-Druck?

Bereits 74 Prozent der Betriebe mit über 2000 Mitarbeitenden sehen sich selbst als Vorreiter in Sachen Digitalisierung und Einsatz moderner Technologien – bei KMU sind das lediglich 33 Prozent. Oft fehlen Zeit, Kapazitäten, aber auch der Willen, sich mit den Themen auseinanderzusetzen und den eigenen Bedarf zu ermitteln. Unterschiedliche Ängste der Belegschaft wie die vor dem Arbeitsplatzverlust oder vor den Investitionskosten kommen hinzu. Dabei können diese leicht widerlegt werden. Nachfolgend stellen wir am Beispiel Virtual Reality und Additive Fertigung (3D-Druck) zwei technologische Möglichkeiten vor:

Additive Fertigung (3D-Druck)

Heutzutage verändert die 3D-Drucktechnologie die Art und Weise, wie Unternehmen bestimmte Teile herstellen. Mithilfe der Integration der additiven Fertigung in einem Unternehmen kann sogar der Herstellungsprozess verschiedener Teile vom Prototyp bis zum Gebrauchtteil neu gedacht werden. Eine Umfrage zeigt: 80 Prozent der befragten Unternehmen, die 3D-Druck seit mindestens 2 Jahren verwenden, nutzen diesen, um komplexe Teile zu erstellen, Iterationen zu erhöhen, die Markteinführungszeit zu verkürzen und die Herstellungskosten zu senken. Genau diese Faktoren könnten auch kleinen und mittelständischen Unternehmen helfen trotz des Fachkräftemangels wettbewerbsfähig zu bleiben.

Der Kern der additiven Fertigung stammt bereits aus den 1980er Jahren und wird fast ausschließlich für die schnelle und kostengünstige Prototypenentwicklung eingesetzt. Dabei werden mehrere Schichten eines Materials übereinander aufgetragen, um ein dreidimensionales Teil zu drucken. Das Gegenteil davon ist das subtraktive Verfahren wie Fräsen, bei dem es um das Abtragen von Material geht. Vor einigen Jahren wurde dieses Verfahren oft als Rapid Prototyping bezeichnet. Diese Technologie hat sich jedoch in den letzten Jahren rasant weiterentwickelt: Der Workflow wurde optimiert und mehrere neue Materialien (sog. Filamente) eingeführt, um die Anforderungen für die Entwicklung reproduzierbarer zu machen.  

Das Ergebnis: Unternehmen können diese Technologie nicht nur für das Prototyping, sondern auch für die Konstruktion und Herstellung aller Arten von Endverbrauchsteilen einsetzen.

Da 3D-Drucktechnologien selten der einzige Herstellungsprozess des Unternehmens sind, ist es wichtig zu verstehen, wie sie bestehende Herstellungsmethoden ergänzen. Für die meisten Anwendungen ersetzt additive Fertigung nicht die herkömmlichen Verfahren wie Spritzguss oder CNC-Bearbeitung, sondern optimiert nur bestimmte Phasen des Entwicklungsprozesses von Einzelteilen. Damit Sie eine Wahl treffen können, ob sich eine Anschaffung für Sie lohnt und um Ihr Personal entsprechend zu schulen, sollten Sie eine zertifizierte Weiterbildung in Betracht ziehen.

Virtual Reality

Virtual Reality beschreibt eine immersive, interaktive, dreidimensionale und computergenerierte Welt, in der digitale Zwillinge von Objekten und Produkten, Prozessen und Produktionssystemen unter Berücksichtigung ihrer Eigenschaften und Funktionen erstellt werden können. Virtual-Reality-Anwendungen weisen erhebliches Potenzial für beinahe jede Branche auf. Mitarbeitende können schneller in neue Prozesse eingearbeitet und Endkunden und Endkundinnen leichter in Entwicklungen eingebunden werden: Dabei entstehen neue spannende Projekte. Die Erstellung von Virtual-Reality-Anwendungen kann kompliziert und zeitaufwändig sein, aber die Vorteile sind enorm.

5 Vorteile von Virtual Reality und 3D-Druck

Neue Technologien, Werkzeuge, Verfahren und Produktionsmethoden können den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens fördern und den Mitarbeitenden die tägliche Arbeit erleichtern. Um Reibungsverluste im Umsetzungsprozess zu vermeiden, ist es wichtig, die Belegschaft von Anfang an in den Prozess einzubeziehen:

Benachrichtigen Sie sie rechtzeitig und erläutern Sie die Vorteile. Genügend Zeit zu haben, um neue Anwendungen zu testen, Schulungen durchzuführen oder Key-User zu gewinnen, hilft dabei, die Mitarbeitenden für die Sache zu gewinnen. Denken Sie auch an einen gut organisierten Feedbackprozess, damit es erst gar nicht zu Frustrationen kommt. Wenn Ihnen das gelingt, wird schnell deutlich, dass die Vorteile dieser innovativen Technologien im Unternehmenskontext überwiegen:

  • Zeit- und standortunabhängige Nutzung, um beispielsweise schnell Ersatzteile zu produzieren, die sonst einen viel größeren Aufwand erforderlich machen würden.
  • 55 Prozent der Anwenderunternehmen zeigen eine Steigerung von Produktivität und Erlösen auf.
  • Qualifizierung von Fachkräften: Indem einzelne Personen als Anwender und Anwenderin geschult werden, können Sie Kapazitäten effizienter nutzen und so dem Fachkräftemangel entgegenwirken.
  • Da die Dauer der Fertigungsprozesse reduziert werden kann, wird die Kosteneffizienz gesteigert.
  • Vereinfachter Informationsfluss: Der Zugriff auf relevante Informationen ist zu jeder Zeit und an jedem Ort möglich. Designentscheidungen von neuen Produkten können bspw. vor Fertigung von Prototypen sehr zielgerichtet und von überall aus evaluiert werden.

Moderne Fertigungsverfahren und die Qualifizierung Ihrer Fachkräfte sind für Sie relevant? Ihnen fallen sofort Kontakte ein, die davon profitieren könnten? Melden Sie sich gerne bei uns!

Ihre Ansprechpartnerin: Inke Reschauer
Telefon: 040-6378 4350
Mail: seminare@t-a-nord.de

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